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Handwerker suchen und finden

Wenn die Toilette streikt, der Putz bröckelt oder eine Renovierung ansteht, muss ein Profi im Blaumann her. Die Suche nach dem geeigneten Handwerker ist zwar aufwendig, aber lohnt sich.

Text — Helen Weiss


 

HANDWERKER SIND DIENSTLEISTER...

... und erweisen einem manchmal einen Bärendienst. Denn wenn der Hahn nach der Reparatur weiterhin tropft, die Geschirrspülmaschine falsch angeschlossen ist oder die Steckdose nach dem Besuch des Profis noch immer nicht funktioniert, ist das tatsächlich zum Haareraufen. Damit dieselben vor lauter Ärger nicht auch noch grau werden, sollte man bei der Wahl des Handwerkers mit Bedacht vorgehen. Wer nicht auf ein Portal zurückgreifen möchte, informiert sich am besten im Internet. Denn heute präsentiert sich fast jeder handwerkliche Betrieb über eine eigene Webseite. Hierbei kann man sich einen ersten Eindruck des Unternehmens verschaffen und die Kontaktdaten finden. Eine guter Betrieb sollte sich unter der Woche innerhalb von 24 Stunden zurückmelden, sofern man nicht sofort jemanden erreicht und beraten wird.

In Notfällen, zum Beispiel bei verstopfter Toilette, bieten viele Handwerksbetriebe auch nachts und am Wochenende einen Notfallservice an. Hier erhöhen zwar Nacht- und Feiertagszuschläge den Preis, jedoch spart man sich die Kosten für die Behebung eventueller Wasserschäden oder Verschmutzungen.

INFO

BIST DU DER RICHTIGE FÜR MICH?

Besonders in Grossstädten ist die Zahl der Handwerker aus den verschiedenen Branchen hoch – da kann es schwerfallen, aus der riesigen Auswahl eine seriöse Fachperson zu finden. Handwerkerportale wie ofri.ch oder renovero.ch helfen auf einfache Art, im Internet einen passenden Handwerker zu finden. Die Idee ist simpel: Als Auftraggeber schreibt man einen Auftrag auf dem Portal aus und wartet dann mögliche Angebote ab. Dabei ist es hilfreich, dass die anfallenden Arbeiten möglichst detailliert beschrieben werden. So können die Dienstleister eine individuelle und zutreffende Offerte erstellen und zusenden. Aus den Handwerkern, die sich gemeldet haben, sucht man sich nun jenen aus, der einem am ehesten zusagt. Darüber hinaus kann man sich direkt über die Leistungen und Qualifikationen des jeweiligen Handwerkers informieren sowie Bewertungen anderer Kunden konsultieren. Nicht allein für Auftraggeber sind solche Portale praktisch. Für Dienstleister sind sie ebenfalls hilfreich und stellen eine Möglichkeit dar, Zeiten mit schwachem Auftragsvolumen zu füllen.

In Notfällen, zum Beispiel bei verstopfter Toilette, bieten viele Handwerksbetriebe auch nachts und am Wochenende einen Notfallservice an. Hier erhöhen zwar Nacht- und Feiertagszuschläge den Preis, jedoch spart man sich die Kosten für die Behebung eventueller Wasserschäden oder Verschmutzungen.

DIE EXPERTIN

Sara Stalder,
Geschäftsleiterin Stiftung
Konsumentenschutz

«JA, ICH WILL! ODER DOCH NICHT?»

«Ein Kostenvoranschlag ist immer dann verbindlich, wenn man mit dem Handwerker für definierte Leistungen einen festen Preis, also einen Fixpreis vereinbart hat – aus Beweisgründen am besten schriftlich. Entstehen bei einem Fixpreis höhere Kosten, so muss der Beauftragte den Kunden sofort darüber informieren und abklären, ob dieser die Leistung trotzdem wünscht.

Erfolgt diese Information nicht oder wünscht der Kunde die betreffende Leistung nicht, so besteht keine Pflicht, den höheren Betrag zu bezahlen. Als Ausnahme gelten ausserordentliche Umstände, die der Handwerker nicht vorhersehen konnte. Bei Offerten, die ‹nach Aufwand›, ‹nach Arbeiten in Regie› oder als ‹ungefähre Preisangabe› berechnet sind, können die Kosten höher ausfallen; hier gelten Überschreitungen bis um zehn Prozent als verhältnismässig und müssen akzeptiert werden. Im Kostenvoranschlag sollten Art und Umfang der Arbeiten, Preis, Arbeitsaufwand und Materialkosten, Wegkosten sowie Erfüllungszeitraum aufgelistet sein. Grundsätzlich gelten auch mündliche
Vereinbarungen. Ohne schriftliches Dokument ist es im Streitfall jedoch beinahe unmöglich, eine Abmachung zu beweisen. Man sollte deshalb unbedingt auf eine schriftliche Offerte bestehen.»


KLEINE VERZÖGERUNGEN ERLAUBT

Bei einem ersten Gespräch sollte der Sanitär, Maler oder Dachdecker die geäusserten Wünsche und Anforderungen sorgfältig notieren sowie allfällige offene Fragen klären. Die so besprochenen Leistungen dienen schliesslich als Grundlage für die Offerte. Es ist deshalb wichtig, sich als Kunde bereits im Voraus Gedanken zu machen und den einen oder andern Aspekt zu notieren. Denn fehlen wichtige Punkte im Angebot, muss die Offerte nachträglich angepasst werden – das kostet Zeit und sorgt für unnötige Verzögerungen.

CHECKLISTE

DRUM PRÜFE, WER SICH BINDET

Damit es in Zusammenhang mit einem Handwerkerauftrag zu keinen unliebsamen Überraschungen kommt, gilt es bei der Offerte folgende Punkte zu beachten:

  • Für die Durchführung von Handwerkerleistungen sollten immer Offerten mit einem genauen Leistungsbeschrieb eingeholt werden.
  • Zum leichteren Verständnis dürfen Kunden verlangen, dass bei den Positionen Einzelpreise enthalten sind, die mit der gemessenen Menge, also Flächen-, Längen- oder Mengenangaben, multipliziert werden.
  • Stundensätze sollte man nur für Leistungen vereinbaren, die vor Auftragsbeginn nicht bekannt sind und möglicherweise zusätzlich anfallen.
  • Falls Stundensätze vereinbart werden, dann nur auf Basis einer verbindlichen Schätzung durch den Handwerker. Bei der Abrechnung sind Abweichungen von höchstens zehn Prozent zulässig.
  • Alternative Positionen sollten thematisch unterhalb der Originalposition aufgeführt und ausgeklammert werden. So können die unterschiedlichen Angebote leichter verglichen werden.

Bei grösseren Umbau- und Renovierungsarbeiten erstellen die meisten Spezialisten nach dem Erstgespräch einen groben Zeitplan für die Erstellung der Offerte sowie die anstehenden Arbeiten. Selbstverständlich sind dabei kleinere Abweichungen unvermeidlich – schliesslich spielen je nachdem auch Wetter oder verspätete Warenlieferungen von Dritten mit eine Rolle, dass die Arbeiten allenfalls nicht im geplanten Zeitrahmen ausgeführt werden können. Organisatorische Punkte wie die Erarbeitung der Offerte sollten aber innert weniger Tage erledigt sein.

TIPP

DER ANTRAG – DAS KANN TEUER WERDEN

Für manche Handwerker gehört das Erstellen der Offerte zum Service, andere verlangen dafür Geld. Bei kleineren Arbeiten darf man davon ausgehen, dass die Offerte kostenlos ist. Sobald dafür jedoch ein grösserer Arbeitsaufwand nötig ist – etwa wenn Besuche vor Ort, Materialabklärungen, Erstellung von Plänen oder Vorgespräche mit Lieferanten notwendig sind –, dann muss dieser Aufwand grundsätzlich entschädigt werden. Der Handwerker darf ihn verrechnen, wenn er den Auftrag nicht bekommt. Fairerweise sollte er seine Kunden aber über eine allfällige Verrechnung im Voraus aufklären.

Um böse Überraschungen zu vermeiden, ist es wichtig, vor der Erstellung der Offerte abzuklären, ob und wie viel man allenfalls zahlen muss, wenn der Auftrag nicht zustande kommt. Am besten lässt man sich schriftlich bestätigen, dass die Offerte kostenlos ist oder mit welchem Betrag für eine grössere Offerte zu rechnen ist. Kann ein Unternehmer nicht genau sagen, wie teuer die Offerte kommt, muss unbedingt ein Kostendach vereinbart werden.


DER BILLIGSTE IST NICHT DER BESTE

Wird die Offerte nicht termingerecht zugeschickt, so liegt dies meist am hohen Auftragsvolumen: Das «Problem» haben die meisten Handwerker heute. Aus diesem Grund sollte man diese Unternehmen nicht kategorisch ausschliessen, sondern eine freundliche Mail zur Erinnerung schicken oder einfach kurz anrufen. Man darf hierbei durchaus etwas kulant sein, denn manchmal werden Termine nicht realistisch gesetzt oder es kommt etwas dazwischen. Wird jedoch auch der zweite Termin nicht eingehalten, hat das Unternehmen scheinbar kein Interesse am Auftrag oder arbeitet unseriös.

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