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Gartenkalender September

Text — Brigitt Buser

 

NEUE BEETE ANLEGEN

Mit den Jahren werden Horste von Stauden nicht nur grösser und beengen somit ihre Nachbarpflanzen, auch können sie zunehmend blühfaul werden. Dann heisst es zu Spaten und Grabgabel greifen und die ausgegrabenen Pflanzen mit einem scharfen Messer oder Spaten teilen. Danach abgestorbene oder faulende Pflanzenteile entfernen und die Teilstücke neu setzen. Oft bleiben Teilstücke übrig, ein Grund, um spontan ein neues Beet anzulegen, wo sie ihren neuen Platz finden. Benötigt es zur Ergänzung noch weitere Stauden, so greift man im Herbst besser zu sogenannten «Grossstauden». Dabei handelt es sich um mehrjährige und daher grössere Pflanzen in grösseren Töpfen, die bis zum Wintereinbruch besser einwachsen und daher die kalte Jahreszeit problemlos überstehen. Wo dies nicht möglich ist, wartet man bis zum Frühjahr.

 

AUF OPTIMALE KALIUMVERSORGUNG ACHTEN

Da Kalium den Vitamingehalt im Obst und Gemüse steigert und dieses bei einer optimalen Kaliumversorgung erst noch aromatischer ist, versorgt man insbesondere Tomaten in einem milden Herbst weiterhin mit Kali-Flüssigdünger gemäss Packungsanleitung. So kann man noch bis in den November hinein aromatische Früchte unter dem Foliendach kultiviert ernten. Dasselbe gilt auch für Fenchel, Karotten, Randen oder Sellerie, die jetzt noch im Beet heranreifen.

 

HERBSTDÜNGUNG BEI BÄUMEN UND STRÄUCHERN

Oft ist einem gar nicht bewusst, dass auch Bäume, Sträucher – hier vor allem wintergrüne Arten – Baumpfingstrosen und Rosen gedüngt werden müssen. Im Handel ist dazu Herbstdünger erhältlich, der gemäss Packungsbeilage bis November ausgebracht wird. Je früher, desto besser, weil eine Herbstdüngung nicht nur das Wurzelwachstum anregt und die Pflanzen somit stärkt, sondern auch dafür sorgt, dass in diesem Jahr neu gewachsene Triebe verholzen und so widerstandfähiger bei Frost sind. Gut überwinterte Pflanzen treiben im nächsten Frühjahr zudem schneller und stärker aus und sind auch widerstandfähiger gegen Krankheiten und weniger anfällig für Schädlinge.