Gartenkalender März
Text — Brigitt Buser
BESCHEIDENES VEILCHEN
Duftveilchen sind bezüglich Standort sehr genügsam – Hauptsache, dieser ist halbschattig und der Boden humos und immer leicht feucht. Gut etabliert können sie sich sogar zum Bodendecker entwickeln, denn sie bilden nebst Samen, die von Ameisen verbreitet werden, auch Ableger. Manchmal kommt es vor, dass die Pflanzen wulstig, fleischig verdickte und bleichgrün verfärbte Blätter aufweisen, die auch einen violetten Anflug haben. Dabei handelt es sich um einen Befall durch die Veilchenblattrollmücke (Dasyneura affinis), die lokal beträchtlichen Schaden anrichten kann. Abhilfe schafft man durch rigoroses Entfernen der Blätter. Hilft dies nicht, benötigen die Pflanzen einen Standortwechsel.
LANGLEBIGE MINZE
Ein Kraut, das – vorausgesetzt, es erhält etwas Wasser – den härtesten Winter überlebt, sind die gängigen Sorten der Minze wie Englische oder Marokkanische Minze. Übrigens auch im Topf, wo die ausläuferbildende Pflanze gut in Schach gehalten werden kann und bei den ersten wärmenden Sonnenstrahlen schon fleissig neue Triebe bildet. Eher bescheiden, was den Boden anbelangt, reicht es aus, bei in Töpfen gehaltenen Pflanzen das Erdreich alle drei Jahre zu wechseln. Spätestens dann, wenn die Ausläufer über den Topfrand hinausragen. Dazu empfiehlt sich torffreie, humusreiche Kräuter- oder Gemüseerde aus dem Handel. Der Standort sollte halbschattig, aber gut durchlüftet sein, da die Pflanzen sonst im Laufe des Sommers von Spinnmilben oder Weisser Fliege befallen werden können.
ROSEN JETZT PFLANZEN
Rosen in Gefässen pflanzt man am besten im Frühjahr, egal ob wurzelnackt oder Topfware. Da Rosen Tiefwurzler sind, benötigen sie einen Topfgrösse von mindestens 50 x 50 x 50 cm, um problemlos über Jahre zu gedeihen. Bevor die Wurzeln in den Topf kommen, wird im Topfboden eine etwa 5 cm dicke Blähtonschicht ausgebracht, die mit einem Vlies abgedeckt wird. Auch im Topf gehalten, sollte die Veredlungsstelle (verdickte Stelle am Wurzelhals) fünf Zentimeter unter der Erdoberfläche liegen. Aufgefüllt wird der Topf mit strukturstabiler Rosenerde mit Nährstoffreserve für ca. vier Wochen aus dem Handel. Danach folgt eine Düngung mit Rosendünger gemäss Packungsbeilage. So gepflanzt, kann man schon im Juni mit einer reichen Blüte rechnen, vorausgesetzt, es handelt sich nicht um einmal im Juni blühende historische Sorten. Hier muss man sich noch ein Jahr gedulden.

