Gartenkalender Juni
Text — Brigitt Buser
RÜCKSCHNITT VON IM MAI UND JUNI BLÜHENDEN ROSEN
Anfang Juni sind in milden Lagen die Wildrosen bereits verblüht. Schon treiben sie neue Triebe, die im nächsten Jahr blühen. Die abgeblühten Triebe bilden bis zum Herbst Hagebutten. Finden sich am Strauch viele überalterte Triebe, erkenntlich an sehr starker Verzweigung und grauem, rissigen Holz, so können diese jetzt ganz entfernt werden. Wichtig: Dabei keine Stummel stehen lassen, da diese Eintrittspforten für Krankheiten sein können. Sind bis Ende des Monats auch die einmalblühenden Kletterrosen und «Alte Rosen» verblüht, können diese mit derselben Vorgehensweise ebenfalls verjüngt werden. Werden die Pflanzen anschliessend mit der Hälfte des auf der Packung angegebenen Rosendüngers versorgt, bilden sich zügig neue Triebe, die im nächsten Jahr blühen.
MULTITALENT HOLZWOLLE
Vielen bekannt ist die Anwendung von Holzwolle im Erdbeerbeet. Hier verhindert sie nicht nur, dass die Früchte auf der Erde liegen, wodurch sie vor allem bei nasser Witterung rasch faulen würden. Auch hält sie durch ihre Struktur Schnecken fern. Bei Holzwolle handelt es sich um einen wertvollen Naturstoff: In der Regel stammt sie von unbehandelten Kiefer-, Fichten- oder Tannenhölzern aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Im Gegensatz zu Stroh, Rasenschnitt usw. ist Holzwolle nicht mit Unkrautsamen behaftet. Der Boden wird aber dennoch vor unerwünschten Witterungseinflüssen wie Verschlämmung bei Starkregen oder Oberflächenverkrustung bei Hitze geschützt.
Aber nicht nur als Polster für Erdbeeren eignet sich Holzwolle. Auch Kürbisse, Zucchini oder Gurken profitieren, wenn sie auf Holzwolle und nicht direkt auf dem Erdreich heranwachsen. Durch die lockere Struktur läuft auch hier das Wasser bei Regen rasch ab und nach Regen trocknet es im Vergleich zur Erdoberfläche rascher ab. Zudem schützt sie auch hier Triebe und heranwachsende Früchte vor Schneckenfrass.
FUCHSIEN VERMEHREN
Die ersten frischen Triebe von Fuchsien eignen sich bestens für die Stecklingsvermehrung. Wählen Sie dazu etwa 10–15 cm lange Triebspitzen ohne Blütenknospen. Anstatt als Setzlinge im Erdsubstrat zu stecken, lassen sich die Triebe auch gut im Wasserglas bewurzeln. Dazu kappt man diese knapp unter einem Blattknoten und entfernt das unterste Blattpaar. An schattigem, aber hellem Ort aufgestellt, bilden sich nach wenigen Wochen Wurzeln. Dann die Setzlinge in Töpfe pflanzen und bis zum Herbst an schattiger bis halbschattiger Stelle im Freien weiter kultivieren.

