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Gartenkalender April

Text — Brigitt Buser

 

EXKLUSIVE KAVIARLIMETTE

Neu ist im auf Zitruspflanzen spezialisierten Handel die Kaviarlimette (Microcitrus australasica) erhältlich. Dabei handelt es sich um ein mit den Zitrusfrüchten verwandtes Rautengewächs, dessen Früchte je nach Sorte wie Finger aussehen – daher werden sie auch Australische Fingerlimette genannt. Auch die Schale und das Fruchtfleisch können eine unterschiedliche Färbung aufweisen. Im Innern verbergen sich kleine Kügelchen, die sehr an Kaviar erinnern, jedoch je nach Sorte unterschiedlich fruchtig schmecken.

Was die Pflege anbelangt, so verhält sich diese wie bei Zitruspflanzen allgemein. Nur, dass sie auch gut mit halbschattigen Standorten zurechtkommt, vorausgesetzt, sie steht hier frei. Das Laub der Kaviarlimette ist deutlich feiner als dies der Zitrusfrüchte, und die Blätter sind bei jungen Pflanzen schmal und nadelförmig, später grösser und oval mit abgerundeter Spitze. Zur Düngung benötigt sie einmal wöchentlich eine Gabe Zitrusdünger. Die Limettenperlen kann man einfach so essen, sie passen aber auch zu Fisch, Sushi oder verleihen Prosecco und Champagner Esprit.

 

HIMBEEREN MÖGEN ES WARM

Himbeeren mögen warme und gut abgetrocknete Böden. Warten Sie daher mit Neupflanzungen, bis das Wetter deutlich milder wird und sich somit der Boden genügend erwärmt hat. Damit Himbeeren nicht von der gefürchteten Pilzkrankheit Phytophthora-Wurzelfäule (Phytophthora sp.) befallen werden, lohnt sich das Anlegen eines Hügelbeetes mit lockerem, humosem Erdreich und guter Drainage. Die Pflanzen setzt man an höchster Stelle. Um das Beet vor Nässe von oben zu schützen, wird es in einem nassen Frühling mit Folie abgedeckt. Ist er eher trocken, wird während der Anwachsphase dennoch zurückhaltend gegossen.

 

REINIGENDER LÖWENZAHN

Wenn Sie dieses Jahr für Ihren Körper etwas Gutes tun möchten, ist jetzt bei Austrieb des Gewöhnlichen Löwenzahns (Taraxacum officinale) der ideale Zeitpunkt dafür. Seine wertvollen Inhaltsstoffe, unter anderem Bitterstoffe, Kalium, Inulin und verschiedene Carotinoide, regen die Verdauung an, wirken blutreinigend, leicht harntreibend und somit entschlackend. Nutzen Sie also diesen Schatz der Natur und bereichern Sie mit den jungen, noch zarten, leicht bitter schmeckenden Blättern Salate oder verwenden Sie diese eventuell zusammen mit anderen Wildkräutern, wie Brennnessel oder Giersch, gedünstet als Gemüse.

Aus den gezupften Blüten können zudem Löwenzahnhonig, –Sirup oder –Eis hergestellt werden. Ausserdem eignen sie sich frisch oder getrocknet zum Dekorieren von Salaten, Desserts oder, in Kombination mit zusätzlich gewiegten Kräutern in etwas Butter geschwenkt, zur Dekoration von Kartoffeln, Reis oder Teigwaren.