Streaming, Games & Sound: Unterhaltungselektronik zuhause
Fast jeder Schweizer Haushalt ist heute mit Unterhaltungselektronik ausgestattet – und die Menge an Geräten nimmt stetig zu. Doch wohin damit? Und welche Geräte sind überhaupt nötig? Ein Ratgeber.
Text — Tanja Seufert
KABEL, DAS LEIDIGE THEMA
Wo Geräte, da Kabel – und es nimmt kein Ende! Mit jedem neuen Elektrogerät hält ein weiteres Kabel Einzug in den Haushalt. Was tun, um dem Kabelsalat Einhalt zu gebieten? Am einfachsten ist es natürlich, Kabel zu vermeiden. Ob Kopfhörer, Lautsprecher oder Tastaturen: Wo immer möglich, sollte man WLAN- oder Bluetooth-fähige Geräte nutzen. Auch wenn die Übertragung über Kabel immer noch die beste Qualität bietet, so macht sich dieser Unterschied oft kaum bemerkbar. Sehr lange Kabel und Kabelverlängerungen können die Qualität jedoch negativ beeinträchtigen – und wirken optisch störend. Das lässt sich durch eine ausreichende Anzahl Steckdosen und eine clevere Platzierung der Geräte vermeiden. Gerade bei anstehenden Umbauten sollte man einen möglichen Ausbau der Steckdosen in die Planung miteinbeziehen.
EIN GUTES KABELMANAGEMENT IST DAS A UND O
Ein Kabelsalat ist nicht nur unschön anzusehen, sondern ein wahres Staub-Reservoir. Der Saugroboter verheddert sich regelmässig darin, und der Wischmopp steht mit ihm auf Kriegsfuss. Kurz: Er ist ein Ärgernis. Beseitigen lässt sich das mit gutem Kabelmanagement. Zum einen sollten Kabel gebündelt und am besten in Kabelkanälen gesammelt werden. Für Wände bzw. Sockelleisten gibt es im Baumarkt beispielsweise selbstklebende Kabelkanäle. Kleine Kabel lassen sich zudem mit speziellen Aufbewahrungsboxen, mit Kabelclips und Ähnlichem bändigen. Nicht zuletzt sollte man regelmässig prüfen, ob all die Kabel, die sich am Boden, in Schubladen und Körben tummeln, überhaupt noch nötig sind. Denn Kabel neigen bekanntlich dazu, sich überall häuslich niederzulassen – selbst dann, wenn «ihr» Gerät längst aus dem Haushalt verschwunden ist …
INFO
SO VIEL ENERGIE VERBRAUCHT UNTERHALTUNGSELEKTRONIK
Ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt verbraucht etwa auf 3050 Kilowattstunden im Jahr. Auf Unterhaltungselektronik wie Fernseher und Spielekonsolen entfallen dabei 28 Prozent, also etwas mehr als ein Viertel des gesamten Stromverbrauchs. Das hat der deutsche Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für das Jahr 2021 erhoben. Zum Vergleich: Laut dieser Studie sollen Waschen und Trocknen 14 Prozent des Stroms verbrauchen, Licht 13 Prozent und Kühl- und Gefriergeräte 11 Prozent. Unterhaltungselektronik verbraucht also eine grosse Menge Strom. Diese lässt sich verringern, indem man auf energieeffiziente Geräte setzt und diese bei Nichtgebrauch ganz ausschaltet. Vor allem ältere Geräte mit hohem Verbrauch sollten nicht im Standby-Modus laufen. Es lohnt sich zudem, qualitativ hochwertige Unterhaltungselektronik zu kaufen und defekte Geräte wenn möglich reparieren zu lassen, weil viel graue Energie darin steckt.
GUTER SOUND IN JEDEM RAUM
Neben Ästhetik ist heute auch der Bedienkomfort wichtig. Anstelle von Einzelgeräten, die alle eine eigene Fernbedienung (und komplizierte Anleitungen) haben, setzen sich zunehmend Systeme durch, die durch eine zentrale App gesteuert werden. Im Musikbereich sind so genannte «Multiroom Speaker Systems» seit einigen Jahren voll im Trend, zum Beispiel von Sonos. Über eine App lassen sich die Lautsprecher in jedem Raum ansteuern, und Streamingdienste wie Spotify (Musik) oder Audible (Hörbücher) sind bereits vorinstalliert.
EINIGE TIPPS ZUR VR-BRILLE
In immer mehr Haushalten ist eine Virtual-Reality-Brille zu finden. Sie ermöglicht es, völlig in eine Spiel- oder Filmwelt einzutauchen und quasi mitten im Geschehen zu sein. Anfangs kann es zu Übelkeit und Kopfschmerzen kommen, weshalb man es nicht gleich übertreiben sollte. Beim Kauf einer VR-Brille sollte man auf eine gute Display-Auflösung und hohe Bild-Wiederholrate (Hertz) achten, damit die Inhalte scharf und ruckelfrei wiedergegeben werden. Damit bei Bewegungen keine Verzögerungen entstehen, muss die VR-Brille zudem über eine tiefe Latenz (unter 20 ms) verfügen. Nicht zuletzt soll sie bequem und – vor allem fürs Gamen wichtig – gut am Kopf befestigt sein. Hochwertige Modelle haben Schaumstoffpolsterungen und verstellbare Trageriemen.
Hier finden Sie die umfassende Checkliste «Tipps für gute Unterhaltungselektronik zuhause»
WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN
- Jugend und Medien – Tipps für Eltern
- HAUSmagazin: Kabelsalat verstecken

