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Wasserenthärtung: wirksames Verfahren

Kalk im Trinkwasser verursacht eine Reihe von Problemen, viele Eigentümer wünschen sich daher eine Entkalkungsanlage. Augen auf beim Kauf: Es werden auch nachweislich unwirksame Produkte angeboten.

Text — Redaktion HAUSmagazin

 

In der Schweiz sind Hundertausende von Haushalten mit mittelhartem oder gar hartem Leitungswasser konfrontiert. Wassererwärmende Geräte wie Boiler oder Teekocher verkalken schnell, wodurch sie an Energieeffizienz einbüssen. Und zwar spürbar: Bereits ein Millimeter Kalkbelag erhöht den Energie- bzw. Stromverbrauch um etwa 10 Prozent, 10 Millimeter erhöhen ihn um bis zu 50 Prozent und mehr. Daher ist regelmässiges Entkalken Pflicht.

Kalk treibt nicht nur den Energie-, sondern auch den Seifen- und Waschmittel-Verbrauch in die Höhe, da er sich mit diesen Substanzen verbindet und sie inaktiv macht. Und auch der Reinigungsaufwand in Bad und Küche steigt, je härter das Wasser ist.

 

PERMANENT-MAGNETE SIND WIRKUNGSLOS

Wasserenthärtungsanlagen zählen daher seit Jahrzehnten zur breitflächig eingesetzten Haustechnik. Man müsste meinen, dass die eingesetzten Produkte wirksam, zuverlässig und sicher sind. Leider ist dies aber nicht immer der Fall: Es gibt Anbieter, die nachweislich unwirksame Anlagen anbieten und mit pseudowissenschaftlichem Vokabular argumentieren. Ihre Produkte sollen Kalk in eine lösliche Form umwandeln, welche keine Verkrustungen mehr bildet.

In Realität hat sich längst gezeigt, dass diese sogenannten physikalischen Enthärtungsmethoden nicht halten, was sie versprechen. So belegen Untersuchungen der Hochschule für Technik Rapperswil HSR wie auch die Stiftung Warentest, dass zum Beispiel Permanent-Magnete wirkungslos sind. Die Resultate überraschen nicht: Eine Enthärtung findet nur statt, wenn dem Wasser tatsächlich Kalk entzogen wird.

 

ENTHÄRTEN = KALK ENTZIEHEN

Wie lässt sich der Kalk dem Wasser entnehmen? Kalk besteht aus Kalzium- und Magnesium-Ionen. Um Wasser zu enthärten, müssen diese aus dem Wasser entfernt werden. Nur dann handelt es sich um eine echte Wasserenthärtung – und nur so lassen sich Kalkrückstände effektiv verhindern.

Im Gebäudebereich haben sich zwei Enthärtungs-Verfahren bewährt: Ionenaustausch und Membran-Filtration (Umkehrosmose oder Nanofiltration). Während sich die Membran-Filtration für grosstechnische Anlagen eignet, bietet sich für Ein- und Mehrfamilienhäuser das Ionen-Austauschverfahren an. Solche Enthärtungsanlagen lassen sich mit geringem Aufwand ins Trinkwassersystem eines Hauses einbauen und sicher betreiben

INFO

REGELMÄSSIGE DESINFEKTION ERFORDERLICH

Werden Enthärtungsanlagen mit Ionen-Austauscher-Kartuschen nicht regelmässig desinfiziert, können sich darin Keime bilden. Daher müssen Wasserenthärtungsanlagen in der Schweiz zwingend mit einer Desinfektionseinrichtung ausgestattet sein. Der Schweizerische Verband des Gas- und Wasserfachs (SVGW) schreibt eine Zwangsregeneration alle sieben Tage, der Deutsche Verband des Gas- und Wasserfachs (DVGW) sogar alle 4 Tage vor. Entgegen dieser verbindlichen Vorschriften werden in der Schweiz immer wieder Anlagen verkauft, die mit keiner oder einer nur mangelhaften Desinfektionseinrichtung ausgestattet sind.

 

ECHTE ENTKALKUNG

In Entkalkungsanlagen mit Ionen-Austauschverfahren fliesst Leitungswasser durch Ionen-Austauscher-Harz. Die im Wasser enthaltenen Calcium- und Magnesium-Ionen docken daran an, an ihrer Stelle gelangen Natriumionen ins Wasser. Diese Ionen sind Bestandteil aller Lebewesen und ebenso von unserer Nahrung. Bei einer Wasserenthärtung gelangen allerdings nur Spuren von Natrium-Ionen ins Trinkwasser. Auf Geschmack und Qualität hat die Natriumzugabe daher keinen Einfluss – dafür ist das Leitungswasser nach dem Ionenaustausch frei von störendem Kalk.

Ist die Kapazität des Ionenaustauscher-Harzes erschöpft, so muss es regeneriert werden. Es wird dazu mit einer konzentrierten Regeneriersalzlösung gespült, dabei verdrängen Natrium-Ionen die angedockten Kalzium- und Magnesium-Ionen und das Harz ist wieder einsatzfähig. Während des Regenerierungs-Prozesses ist die Enthärtungsanlage vom Trinkwasserleitungsnetz entkoppelt, das Spülwasser wird direkt in den Abfluss geleitet und es gelangt kein Salz ins Trinkwasser.

Eine Versalzung der Umwelt muss man jedoch nicht befürchten: Berechnungen zeigen, dass die Salzkonzentration im Rhein um gerade einmal 0.00015 % steigen würde, wenn 60 % aller Schweizer Haushalte mit einer Ionen-Austauscher-Enthärtungsanlage ausgestattet wären. Allerdings arbeiten moderne Enthärtungsanlagen noch effizienter, sodass sich der Salzverbrauch in den vergangenen Jahren sogar senken liess.

 

AUF SERIÖSE ANBIETER SETZEN

Das Ionen-Austausch-Verfahren hat sich in den vergangenen Jahrzehnten auf der ganzen Welt millionenfach bewährt. Nicht nur bei der Trinkwasserenthärtung, auch in Geschirrspülern (die daher ebenfalls Regeneriersalz benötigen) und in der Industrie. Trotzdem hört man dazu immer wieder unwahre Behauptungen und Falschaussagen seitens unseriöser Anbieter. Sie möchten so ihre zweifelhaften Produkte verkaufen.

Für Hausbesitzer ist es oft nicht einfach, seriöse von unseriösen Angeboten zu unterscheiden. Es empfiehlt sich daher, die Enthärtungsanlage von einem Anbieter zu kaufen, das Mitglied von Aqua Suisse ist und mit dem Ionen-Austausch-Verfahren arbeitet. In diesem Verband ist nur Mitglied, wer die Wirksamkeit einer Enthärtungs-Anlage unter wissenschaftlichen Kriterien belegen kann und ebenfalls den fachgerechten Service und Unterhalt der Entkalkungsanlagen garantiert. Letzteres ist für die Trinkwasserhygiene unverzichtbar: Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel.   

Dieser Beitrag ist eine Zusammenarbeit mit HAUSmagazin und