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Gartenkalender Mai

Text — Brigitt Buser

 

ESSBARE ZIERDE: SÜSSKARTOFFEL

Die zu den Windengewächsen gehörende Süsskartoffel (Ipomoea batatas) ist jetzt als Knolle in der Gemüseabteilung des Gartenhandels erhältlich. Da ursprünglich aus den tropischen Gebieten Südamerikas stammend, werden sie erst nach den Eisheiligen gepflanzt. In Gefässen kultiviert, sollten diese für einen reichen Ertrag möglichst gross sein und an einem sonnigen, luftigen Standort stehen. Nach der Pflanzung bilden sich bald herzförmige Blätter mit kleinen, unscheinbaren Blüten. Die Triebe können bis zu drei Meter lang werden. Als Starkzehrer mit eher weichen Blättern benötigt die Süsskartoffel viel Wasser und einmal wöchentlich eine Gabe organischen Flüssigdünger. Das Erdreich sollte immer leicht feucht sein, Staunässe ist aber unbedingt zu vermeiden, was ihre Krankheitsanfälligkeit reduziert. Geerntet wird im Herbst, wenn das Laub gelb wird.

 

URLAUBSFEELING MIT BAMBUS

Eine besonders attraktive Sorte mit breiten Blättern ist der Sasa-Bambus (Sasa palmata f. nebulosa). Er kann bei guter Pflege bis zu drei Meter hoch werden, ist aber stark ausläuferbildend und sollte daher unbedingt in Gefässen kultiviert werden. Ideal ist ein halbschattiger Standort, was auch gut auf luftigen Terrassen funktioniert. Da wintergrün, bietet er auch in der kalten Jahreszeit einen guten Sichtschutz. Dürre Blätter lassen sich, weil sie im Vergleich zu anderen Bambusarten relativ gross sind, gut mit einer Schere entfernen. Wichtig bei der Kultivierung im Topf: Damit ein guter Wasserabzug garantiert ist, wird das Erdreich vor der Pflanzung 1:4 mit Sand oder feinem Kies gemischt. Staunässe wie auch Trockenheit ist zu vermeiden.

 

AUCH ZIMMERPFLANZEN DÜRFEN NACH DRAUSSEN

Besonders bei heissen und gedeckten Balkonen gestaltet sich eine erfolgreiche Bepflanzung oft schwierig. Grund dafür ist, dass sich hier Pilze wie Mehltau oder Schädlinge wie Weisse Fliege und Spinnmilbe sehr wohlfühlen. Deutlich wohler fühlen sich mit solchen Voraussetzungen Zimmerpflanzen wie Orchideen, Sukkulenten, Drachenbäume, Palmen- oder Ficusarten. Pilz- und Schädlingskontrollen sind dennoch notwendig. Wichtig ist auch, dass die Pflanzen nach dem Umzug für einige Tage schattig gehalten werden. Wenn nicht, erleidet das Blattwerk gerne Verbrennungen.