Gartenkalender September

Text — Brigitt Buser

 

STRAUCHPFINGSTROSEN

Jetzt ist der beste Zeitpunkt für die Pflanzung von Strauchpfingstrosen. Sie bevorzugen geschützte, sonnige Standorte oder lichten Schatten wie unter Bäumen. Hier nehmen die Blüten an heissen Tagen oder bei starkem Regen weniger Schaden. Der Boden sollte humusreich sein. Schwere Lehmböden werden mit Blähton oder grobem Sand, leichte Sandböden durch die Zugabe von Bentonit, einem quellfähigem Tonmineral, verbessert. Bei der Pflanzung veredelter Sorten kommt die Veredlungsstelle 10 bis 15 cm tief ins Erdreich. Setzt man sie höher, treibt früher oder später die Unterlage aus und die Edelsorte stirbt ab. Aufgefüllt wird mit einem Gemisch aus reifer Komposterde.


PFLANZZEIT FÜR ZWIEBELN

Gepflanzt werden können jetzt Winterknoblauch,-schalotten und -zwiebeln. Besonders Knoblauch benötigt, damit sich dicke Knollen mit vielen Tochterzwiebeln bilden, einen winterlichen Kältereiz. Wählen Sie dazu Sorten aus dem Saatguthandel und nicht den Knoblauch aus dem Gemüseregal im Lebensmittelgeschäft. Dieser ist für unser Klima nicht geeignet. Der Reihenabstand sollte 20 cm, in der Reihe 8 cm betragen. Die Pflanztiefe 5 cm. Ein guter Nachbar ist Salat. Ebenfalls jetzt in den Boden kommen Zwiebeln von Kaiserkronen, Schachbrettblume, Herbstzeitlose und die fleischigen seesternartigen Wurzeln von Steppenkerze, die unbedingt leichte Böden benötigt. Sorgen Sie daher im Pflanzloch für eine gute Drainage aus einem Sand-Kiesgemisch. Die Wurzeln beim Pflanzen keinesfalls verletzen oder brechen.


DAHLIEN

Dahlien gelten als echte Blühwunder, bringen sie doch vom Sommer bis zu den ersten Frösten ein wahres Feuerwerk an Blüten hervor. Umso sicherer ist dies jedoch, wenn konsequent verblühte Blüten entfernt werden. Dazu wird die Schere jeweils an der nächsten Triebverzweigung angesetzt. Wenn Sie zudem Blüten für die Vase schneiden, kurbelt dies die Blühfreudigkeit der feurigen Mexikanerin zusätzlich an. Ist in höheren, oder rauen Lagen schon Ende des Monats mit Frost zu rechnen, gräbt man die Knollen aus, lässt sie abtrocknen und überwintert sie in Sand eingegraben im kühlen Winterquartier.