Gartenkalender Mai

Text — Brigitt Buser

 

FROSTEMPFINDLICHE PFLANZEN DÜRFEN RAUS

Anfang des Monats können nicht frostharte Blumen und Gemüsesamen in den Boden gebracht werden. Mitte des Monats dürfen auch alle Setzlinge sowie wärmebedürftige Kübelpflanzen wie Bougainville, Prinzessinnenblume, Wandelröschen und der gesamte Balkonflor ins Freie. Ja sogar Zimmerpflanzen. Diese jedoch besser an einen schattigen bis halbschattigen, aber nicht dunklen Standort, da sie dies auch im Haus in den meisten Fällen so gewohnt sind.

Ebenfalls darf jetzt wärmeliebendes Gemüse wie Tomate, Aubergine, Paprika und Peperoni, Zuckermais, Artischocke, Zucchetti, Gurken und Kürbis an ihren endgültigen Standort im Freien. Da alle Starkzehrer, sind sie bei der Pflanzung für eine Schaufel gut verrotteten Kompost, gemischt mit einer Handvoll Hornmehl aus dem Handel pro m2 als Grunddüngung sehr dankbar. Bei Tomaten greift man zudem zu speziellem Tomatendünger, um einen Kalziummangel zu verhindern.


KRÄUTER

Wer noch keinen Kräutergarten angelegt hat, für den wird es jetzt höchste Zeit. Gesät werden können Doldenblütler wie einjähriger Dill, Kümmel, Kerbel sowie ebenfalls einjähriges Bohnenkraut. Ausserdem das Basilikum, das mittlerweile in unterschiedlichen Sorten erhältlich ist.

Natürlich kann man Kräuter auch vorkultiviert im Handel beziehen. Wichtig dabei zu wissen ist: Pflanzen, die unter Dach in der Auslage standen, nur an bedeckten Tagen auspflanzen, da es sonst zu Blattverbrennungen kommen kann.
 

ALGENPLAGE IM TEICH

Ist mit einem sonnigen und warmen Mai zu rechnen, so bilden sich in neu angelegten Teichen rasch Algen. Insbesondere nach gründlicher Teichreinigung, Entfernen eines danebenstehenden Gartenhauses oder schattenspendenden Baumes können sich Algen explosionsartig vermehren. Abhilfe schafft Beschattung mit einem Sonnensegel und abfischen der Algen mit einem Kescher. Wo wasserreinigende Pflanzen wie Binsen, Tannwedel oder Wasserpest nur spärlich vorhanden sind, empfiehlt sich eine Ergänzung. Im Handel ist jetzt das Angebot am grössten.

 

ROSEN

Bilden sich am Stamm von Hochstämmen oder aus dem Boden von Stöcken Wildtriebe, erkenntlich am hellgrünen und siebenteiligen Laub, so werden diese durch Abreissen entfernt. Dazu müssen aus dem Boden treibende Wildlinge zuerst vom Erdreich befreit und danach diese direkt aus dem Stock herausgerissen werden. Auch Wildtriebe, die aus Stämmen treiben, werden mit einem Ruck weggerissen. Schneidet man sie hingegen nur ab, bilden sich aus den verbleibenden Augen bald neue Wildtriebe.