Gartenkalender April

Text — Brigitt Buser

 

HIMBEEREN

Zu früh in kalte und nasse Erde gesetzt, droht besonders bei Neupflanzungen von Himbeeren die gefürchtete Pilzkrankheit Phytophthora fragariae var. rubi, bei der die Triebe zu welken beginnen und dann rasch absterben. Daher sollte man mit der Pflanzung noch bis April zuwarten, wenn sich der Boden genügend erwärmt hat und warmes Frühlingswetter herrscht. Sinn macht es zudem, vor der Pflanzung einen Wall von circa 30 cm Höhe mit humosem Erdreich zu errichten, auf dem an höchster Stelle die Pflanzen gesetzt werden. Auch sollten die Pflanzen bei Trockenheit eher zurückhaltend gegossen werden.


BIENENFREUNDLICHER KRÄUTERGARTEN

Wenn auch nicht immer einheimisch, lässt man Heilpflanzen wie Lavendel und Baldrian oder Kräuter wie Salbei, Oregano und Thymian blühen, ziehen diese Bienen, Hummeln und sogar die bläuliche Holzbiene an. Ebenfalls sehr beliebt bei dem fast drei Zentimeter langen, schwarz-bläulich glänzenden Hautflügler ist der zweijährig kultivierte Muskatellersalbei, der früher zum Aromatisieren von Wein benutzt wurde, aber auch Zierpflanzen wie Glyzinie, Ziersalbeiarten, Löwenmäulchen usw. sind bei Nützlingen sehr beliebt.
 

AUSSAAT VON RASEN ODER BLUMENWIESE

Ob Blumenwiese oder Rasen, Mitte April ist der ideale Zeitpunkt, um diese einzusäen. Wichtig zu wissen: Während ein Rasen regelmässige Düngergaben benötigt, verlangen Magerwiesen schon bei der Aussaat abgemagerte Erde. Wo vorher der Boden gedüngt wurde – auch biologisch – muss die Humusschicht also abgetragen und mit nahezu nährstofffreier Erde ersetzt werden. So oder so die Saat ausgebracht, angewalzt und an sonnigen Tagen gewässert, bildet sich bald ein Rasen zum Relaxen und Spielen für die Familie oder aber eine artenreiche Blumenwiese, auf der es viel zu beobachten gibt.

 

RHABARBER ERNTEN

Die Erntezeit von Rhabarber beginnt im April und endet spätestens Ende Juni. Geerntet wird nicht, indem man die Stiele einfach aus dem Wurzelstock herauszudreht. Schneidet man sie hingegen ab, so fördert dies Fäulnispilze, die das Wurzelwerk schädigen. Die Blätter können, bevor sie entsorgt werden, beispielsweise im Gemüsegarten zum Abdecken von erst in wenigen Wochen genutzten Flächen verwendet werden, wodurch ein Aufkommen von Unkraut deutlich reduziert wird.