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Photovoltaik mit sonniger Zukunft

Die Produktion von Solarstrom hat sich in den letzten Jahren verfünffacht. Zwar ist der Anteil am gesamten Stromverbrauch immer noch klein, das Potenzial ist hingegen gross.

Text — Raphael Hegglin

 

LICHT IN ELEKTRISCHE ENERGIE UMWANDELN

Trifft Licht auf bestimmte Materialien wie einen Halbleiter, so beginnen sich darin Elektronen zu bewegen. Anders gesagt: Es fliesst dann Strom. Halbleiter können also die Energie des Lichtes direkt in elektrische Energie umwandeln. Dieser photoelektrische Effekt wurde bereits 1839 durch den französischen Physiker Alexandre Becquerel entdeckt. Jahre später forschte Albert Einstein daran. Für seine daraus resultierende Arbeit «Lichtquantentherorie» erhielt er 1921 den Nobelpreis für Physik. Lange Zeit schaffte es die Photovoltaik jedoch nicht aus den Laboratorien heraus. Ende der 1950er-Jahre war die Technologie soweit ausgereift, dass sie sich in der Raumfahrt einsetzen liess. Im Alltag war sie jedoch lange Zeit nur in Form von kleinen Solarzellen in Taschenrechnern sichtbar.

Bei umfassender Analyse und Planung lässt sich für fast jedes Objekt eine rentable Photovoltaikanlage finden.

IMMER EFFIZIENTER UND KOSTENGÜNSTIGER

Ende der 1990-Jahre war die Photovoltaik so weit entwickelt, dass sich bezahlbare grossflächige Panels herstellen liessen. Zwar führten die ersten installierten Dachanlagen vielerorts zu Stirnrunzeln, bald aber zählten sie zum normalen Strassenbild. Denn in den darauffolgenden zwei Jahrzehnten wurde Photovoltaik nicht nur immer effizienter, sondern auch kostengünstiger. Hinzu kamen das wachsende Umweltbewusstsein der Bevölkerung und die Klimadebatte, welche allgemein den Einsatz erneuerbarer Energie förderten.

Heute produzieren die in der Schweiz installierten Photovoltaik-Anlagen etwa drei Prozent des jährlichen Stromverbrauchs. Was auf den ersten Blick als wenig erscheint, dem ist zuvor ein starkes Wachstum vorausgegangen: Im Jahr 2012 betrug die Menge an Schweizer Solarstrom noch 0,32 GWh; im Jahr 2017 waren es schon 1,7 GWh. Das entspricht einer Verfünffachung.

DER EXPERTE

Daniel Bischof,
Vorsitzender der Geschäftsleitung
AGROLA AG

«SOLARENERGIE IST DANK DER KRAFT DER SONNE FAST UNENDLICH VORHANDEN»


Mit der Integration von Solvatec setzt AGROLA verstärkt auf Solarenergie. Was sind die Gründe dafür?
Wir nutzen die Chancen, die der Umbruch im Energiebereich mit sich bringt: Zum einen nimmt die Bedeutung fossiler Energieträger im Rahmen der Energiestrategie 2050 des Bunds ab, zum anderen möchten wir die Energiewende aktiv mitgestalten. Wir haben deshalb entschieden, die Solaranlagen, das Stromhandelsgeschäft und die Entwicklung der E-Mobilität per 1. Januar 2019 in die AGROLA zu integrieren.

Wo setzten Sie den Fokus punkto Photovoltaik?
Eine Photovoltaikanlage soll eine gut überlegte Investition sein. Darum bieten wir in erster Linie eine ganzheitliche Beratung. Mit der Integration von Solvatec können unsere Kunden von langjähriger Erfahrung profitieren. Und dank starker Produktpartner finden wir für jede Situation eine optimal passende Lösung.

Wo sehen Sie allgemein das Potenzial erneuerbarer Energien, wo ihre Grenzen?
Solarenergie ist dank der Kraft der Sonne fast unendlich vorhanden … Jedoch unterliegt die Nutzung von Solarenergie und anderer erneuerbarer Energieträger der Wirtschaftlichkeit und politischen Gegebenheiten.

Auf welche Angebote im Energie-Sektor setzen Sie künftig?
AGROLA ist das Kompetenzzentrum für flüssige Brenn- und Treibstoffe sowie für Pellets. Bei den Pellets ist uns besonders wichtig, die Transportwege zu verkürzen, die entsprechenden Kosten und natürlich den CO2-Ausstoss zu senken. Wir engagieren uns zudem für eine nachhaltige Mobilität, indem wir in einer ersten Phase bis Ende 2021 an rund 20 Standorten im ländlichen Raum Schnellladestationen für E-Fahrzeuge in Betrieb nehmen. Wir unterstützen die «Roadmap Elektromobiliät» des Bundes, die den Anteil von Elektrofahrzeugen an den neu zugelassenen PWs bis 2022 auf 15 Prozent anheben will. Und wir beteiligen uns an einer Initiative, die ein flächendeckendes Netz an Wasserstofftankstellen schaffen und damit den Betrieb emissionsfreier Fahrzeuge ermöglichen will. Mehr Infos: www.agrola.ch

STROM SELBER VERBRAUCHEN

Gemessen am gesamten Schweizer Stromverbrauch ist der Anteil an Solarstrom noch verschwindend klein. Doch ist sein Potenzial umso grösser: Untersuchungen, die Meteotest im Auftrag von Swissolar durchführte, zeigen die grossen Wachstumschancen. Würden alle in Frage kommenden Dachflächen und Fassaden zur Solarstromproduktion genutzt, liessen sich bis zu 30 TWh Strom pro Jahr erzeugen. Das wäre mehr als die Hälfte des schweizerischen Stromverbrauchs. Allerdings: Die Solarstromproduktion richtet sich nicht nach der Nachfrage im Stromnetz. Daher kann die Photovoltaik ihr volles Potenzial erst entfalten, wenn sich neue Technologien zur Stromspeicherung etabliert haben.

FÜR HAUSBESITZER KANN ES LOHNEND SEIN, EIGENEN SOLARSTROM ZU PRODUZIEREN

Für Hausbesitzer kann es bereits heute lohnend sein, eigenen Solarstrom zu produzieren. Dabei steht nicht mehr primär die Einspeisung ins Stromnetz im Fokus. Denn seit der Bund die kostenorientierte Einspeisevergütung (KEV) für Kleinanlagen abgeschafft hat, ist dies nicht mehr attraktiv. Den eigenen Strom selbst zu verbrauchen hingegen schon: Mittlerweile gibt es für den Ein- und Mehrfamilienhausbereich bezahlbare und praxistaugliche Stromspeichersysteme. Möglich ist auch, mit dem selbst produzierten Solarstrom Elektrofahrzeuge zu laden. Bei fachgerechter Planung und Dimensionierung einer Anlage lohnt sich eine Photovoltaik-Lösung also auch monetär.

Dieser Beitrag ist eine Zusammenarbeit mit Haus Magazin und