Branded content

Wärmepumpen werden noch umweltfreundlicher

Wärmepumpen lassen sich mit Strom aus erneuerbarer Quelle betreiben und zählen zu den effizientesten Heizungen. Neue Kältemittel machen sie noch umweltfreundlicher.

Text — Raphael Hegglin

 

Die Funktionsweise einer Wärmepumpe ist dieselbe wie die eines Kühlschrankes – sie arbeitet einfach in die entgegengesetzte Richtung. Das heisst, sie führt nicht Wärme ab, sondern entzieht sie der Umwelt (üblicherweise Aussenluft oder Erdreich), um sie dann im Haus abzugeben. Das zugrunde liegende physikalische Prinzip ist alt: Bereits 1748 stellte der Chemiker William Cullen an der Universität in Glasgow eine Kältemaschine vor.

Dazu liess er Dimethylether verdampfen, wodurch sich ein Reaktionsgefäss abkühlen liess. Beim anschliessenden Verdichten gab der Dimethylether dann die aufgenommene Wärme wieder ab – der Prozess konnte von vorne beginnen.

Platzsparend: Die Monoblock-Bauweise erlaubt es, Hauptkomponenten ausserhalb des Hauses zu installieren.

KÄLTEMITTEL TRANSPORTIERT WÄRME

Das beschriebene Phänomen lässt sich übrigens anhand einer Velopumpe selbst erleben: Beim Pumpen erhöht sich der Luftdruck in Pumpe und Fahrradschlauch, und die Pumpe erwärmt sich spürbar. Denn die sich verdichtende Luft gibt Wärme ab. Lässt man sie danach entweichen (also wieder ausdehnen), dann muss die Luft dazu wieder Wärme aus der Luft aufnehmen.

Kühlschränke und Wärmepumpe machen sich das zunutze, indem die Wärmeabgabe und die Wärmeaufnahme örtlich voneinander getrennt stattfinden. So wird innerhalb des Kühlschranks das Kältemittel entspannt und es nimmt Wärme auf. Anschliessend wird es im geschlossenen System aus dem Kühlschrank gepumpt, wo es in einem Behälter verdichtet wird und seine Wärme abgibt. Wärmepumpen machen es genau umgekehrt: Sie verdichten das Kältemittel im Haus, wodurch Wärme freigesetzt wird, und verdampfen es in einem Expansionsgefäss.

DER EXPERTE

Simon Galliard,
Produkt-Markt-Manager
Wärmepumpen, Hoval AG

«NATÜRLICHE KÄLTEMITTEL ERMÖGLICHEN LANGFRISTIGE PLANBARKEIT»


Warum sollte man schon heute auf ein natürliches Kältemittel setzen?
Setzt man auf ein natürliches Kältemittel, so hält man bereits heute die Gesetzgebung von morgen ein. Das schafft Sicherheit und langfristige Planbarkeit. Zudem bieten natürliche Kältemittel neben dem wichtigen Umweltaspekt weitere Vorteile: Beispielsweise ermöglichen sie eine Vorlauftemperatur bis 70° C, wodurch sich auch gut für Sanierungen älterer Gebäude eignen.

Warum wurden nicht schon früher solche Kältemittel eingesetzt?
Die natürlichen Kältemittel, insbesondere Propan, befinden sich schon seit längerem in Kältemaschinen und Kälteanlagen im Einsatz. Probleme bereiteten bis dato jedoch Öle in den Verdichtern, was nun durch neue Schmieröle behoben werden konnte.

Wem empfehlen Sie eine solche Wärmepumpe?
Beim Umbau und der Sanierung eines Hauses ist der vorhandene Platz oft beschränkt. Bauliche Rahmenbedingungen stehen nicht selten den Bedürfnissen der Bewohner sowie vorhandenem Budget entgegen. Unter solchen Bedingungen zeigt eine auf Propan basierende Wärmepumpe wie die Belaria pro
ihre Stärken: Die Vorlauftemperatur von 70° C macht sie sowohl für Neubau als auch Sanierung geeignet. Die Monoblock-Bauweise, bei der die Hauptkomponenten in der Ausseneinheit untergebracht sind, beansprucht zudem nur wenig Platz im Haus selbst.

Unterscheidet sich eine Wärmepumpe mit natürlichem Kältemittel in Betrieb und Unterhalt von einer (heute) herkömmlichen?
Der Betrieb und Unterhalt einer solchen Wärmepumpe sind gleich wie bei allen anderen Luft/Wasser Wärmepumpen. Der massgebende Unterschied liegt allein im Arbeitsmittel, durch den die Wärmepumpe den Energietransport vollzieht.


PROPAN: EIN NATÜRLICHES KÄLTEMITTEL

Schon heute gibt es Wärmepumpen, die mit einem natürlichen Kältemittel arbeiten. So zum Beispiel die neue Wärmepumpe Belaria pro von Hoval. Es handelt sich bei ihr um eine Luft/Wasser-Wärmepumpe für Einfamilienund kleinere Mehrfamilienhäuser. Als Kältemittel verwendet sie Propan. Dieses Gas ist natürlicher Bestandteil von Erdgas und als Kältemittel umweltverträglich. Es macht eine ohnehin schon umweltfreundliche Wärmepumpe also noch grüner.

Wie das Beispiel der Wärmepumpe Belaria pro zeigt, leidet die Energieeffizienz des Gerätes nicht unter dem neuen Kühlmittel. Die Belaria pro ist mit der Energieetikette A+++ gekennzeichnet und arbeitet zudem besonders leise.

Auch wenn heute natürliche Kältemittel noch nicht gesetzlich gefordert sind: Mit der Wahl eines damit laufenden Gerätes erfüllt eine Wärmepumpe die Anforderungen der Zukunft schon jetzt, und der Ersatz des Kältemittels wird auch in einigen Jahren keinen verschärften Auflagen unterliegen.

Dieser Beitrag ist eine Zusammenarbeit mit Haus Magazin und