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Nächstes Heft erscheint am
14. September 2016

Hauszugänge: Einladend und gut zugänglich

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«Hauszugänge prägen den ersten Eindruck, sind sozusagen die Visitenkarten eines Hauses», sagt Nadja Liechti von der Feng Shui Akademie in Bern. Deshalb sollten sie einladend, herzlich und offen, das heisst, gut zugänglich sein.

In einer Serie in loser Folge beleuchtet der Haus Club Schweiz die verschiedenen Aspekte von Feng Shui in Haus und Garten und gibt konkrete Umsetzungstipps. Im Teil 3 geht es um die Hauszugänge.

Nach Feng Shui sollte es vor dem Haus keine Pfosten, Bäume oder Hügel haben, die den Eingang verbarrikadieren. Optimal seien freier Raum und ein geschwungener Weg, der zum Haus hin breiter werde. «Auf diese Weise kann man viel Chi, Lebensenergie, ins Haus nehmen », erläutert die Feng-Shui-Expertin. Um Chi zusätzlich zu unterstützen, eignet sich lebendiges Wasser wie ein Brunnen oder ein Teich mit sprudelnden Wasserelementen. «Idealerweise fliesst das Wasser Richtung Hauseingang – das ist jedoch nicht zwingend», sagt Nadja Liechti. Wichtig sei überdies eine gute Beleuchtung, die auch nachts Sicherheit auf dem Weg vermittle.

Massive Haustüre

Rund um den Hauszugang sollten alle fünf Elemente – Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser harmonisch vertreten sein. Die Haustüre sollte massiv und stabil sein, mit möglichst wenig Glas. «Im Feng Shui darf man die Eingänge kraftvoll gestalten, so dass sie einen anziehen, eine Sogwirkung ausüben. Das gibt sowohl den Bewohnern als auch den Besuchern ein Gefühl von Stabilität und Harmonie.» Möglich sei dies unter anderem durch Statuen oder grosse Blumentöpfe, die rechts und links des Eingangs platziert würden. In China sehe man deshalb oft neben der Türe zwei Löwen-Statuen.

Unterstützung durch Pflanzen

Vorteilhafte Pflanzen für den Eingang sind gemäss der Feng-Shui-Expertin Buchs, Waldrebe, Glyzine und Funkie. Der Buchs habe eine sehr starke Verbindung zur Erde, fokussiere und bündle die Kraft im Eingangbereich. Waldreben eigneten sich für alle, die das Bedürfnis haben aus dem Alltagstrott auszubrechen. Glyzinen brächten Ruhe und Frieden, sie stünden für Anmut, Schönheit und einen edlen Charakter. Sie stärkten jene Menschen, die diese Eigenschaften suchten. Funkien würden für Kommunikation, Flexibilität und die Gefühlswelt stehen und würden auch bei Konflikten mit den Nachbarn und Streit in der eigenen Familie eingesetzt.

Stehe das Haus an einem Hang, sollte der Eingang unten sein. Stehe das Haus auf einer Fläche, so sollten sich auf der Rückseite Bäume, eine Mauer oder weitere Häuser befinden, die dem Haus und seinen Bewohnern Rückhalt gäben.

Bedeutung der Grundstücksform

Am idealsten sei es, wenn man – sofern man sein Haus und Garten nach Feng Shui gestalten möchte – bereits bei der Auswahl des Grundstückes auf einen kraftvollen und positiv aufgeladenen Ort achte. «Neben einem Friedhof ist es beispielsweise ungünstig, zum einen weil man ständig mit toter Materie konfrontiert wird, zum anderen weil sich die Seelen oftmals noch nicht von den toten Körpern getrennt haben und den Bewohnern Lebensenergie abziehen können», sagt Nadja Liechti.

Gemäss Feng Shui hat auch die Grundstücksform eine Bedeutung. Als beste Konstellation gilt ein rundes Grundstück mit einem quadratischen Haus in der Mitte. Nur: «Ein rundes Grundstück erhält man kaum», sagt Nadja Liechti. Ein quadratisches und rechteckiges Grundstück mit dem Haus in der Mitte stehe für eine erfolgreiche Karriere und zunehmenden Wohlstand. Ein trapezförmiges Grundstück mit dem Haus im vorderen, mittleren Teil verspreche eine steile Karriere.

Die Haustüre sollte möglichst in der Mitte der Hausfront platziert sein. Somit besteht das Haus zu gleichen Teilen aus Yin- und Yangenergie.

Fliessender Übergang

Im Inneren folgt als erster der neun Lebensbereiche der Karriere-Bereich. «Je weiter, offener und besser ausgeleuchtet er ist, desto mehr unterstützt er die Bewohner und hilft ihnen ihren Lebensweg deutlicher zu erkennen.»

Äusserer und innerer Eingangsbereich sollten einen fliessenden Übergang bilden. Das könne unter anderem damit erreicht werden, indem man den äusseren Bodenbelag innen weiterziehe oder aussen Dekorelemente verwende, die innen wieder aufgenommen werden.

Ein Spiegel an der Wand gegenüber der Haustüre sollte man laut Nadja Liechti vermeiden, weil dadurch die Lebensenergie, die hereinströme, zurück gewiesen werde. Auch ein Fenster gegenüber der Haustüre sei nicht ideal, da das hereinströmende Chi sonst ungenutzt wieder abfliesse.

Text: Beatrice Guarisco

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Sprudelndes Wasser beim Hauseingang unterstützt im Feng Shui das Chi. (Foto: Janick Zebrowski)

Sprudelndes Wasser beim Hauseingang unterstützt im Feng Shui das Chi. (Foto: Janick Zebrowski)

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